Mag. Job
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MARIENAPOTHEKE
MAG. PHARM. THOMAS JOB KG
HAUPTSTRASSE 56, A-7000 EISENSTADT
[T] 02682 / 63 870     [F] 02682 / 63 870 13
MO - FR 08:00 - 18:00      SA 08:00 - 12:00

Der Mensch ist, was er isst!

Dieses Sprichwort sagt viel aus über unseren derzeitigen Umgang mit der Schöpfung und mit dem, was viele von uns, bewusst oder unbewusst, essen. In unsere Nahrungsmittel haben sich in den letzten Jahren, nennen wir es einmal freundlich, „Zusätze“ eingeschlichen, die zu essen wir noch vor einer Generation für absurd gehalten hätten - mit den entsprechenden Folgen für Mensch und Umwelt.  

Pferdefleisch in Fertiggerichten, Analogkäse auf der Tiefkühlpizza, Gammelfleischskandal. Guten Appetit im 21. Jahrhundert! Zum Wiehern ist mir als Vater von vier Kindern nicht gerade zumute.

Ein Lebensmittelskandal jagt den anderen. Gestern die „wahnsinnigen
Rinder“, heute der Pferdefleischskandal und morgen? Ganz egal, was noch aufgedeckt wird - oder auch nicht. Im Grunde erschreckt ja an der ganzen Sache nicht nur die verbotenen Machenschaften. Bereits das Erlaubte hängt mir zum Hals heraus. Das ist der wahre Skandal. Wie wir Menschen mit unserer Umwelt, unseren Lebensmitteln und schlussendlich mit uns selbst legal und im Rahmen der Gesetze umgehen.

Mit der Industrialisierung hat sich vieles verändert. Unter anderem auch der Agrarbereich. Aus der lokal geprägten Landwirtschaft wurde innerhalb kürzester Zeit eine globale Lebensmittelindustrie. Sie kennt scheinbar keine Grenzen und bekommt auch keine Grenzen gesetzt. Pikanterweise ist die letzte Stufe, die der französische Ökonom Jean Fourastié in seinem Modell für die wirtschaftliche Entwicklung eines Staates nennt, die Abfallwirtschaft. Sie erinnern sich? Gammelfleischskandal! Mahlzeit! Das alleine sollte uns allen schon zu denken geben. War früher das oberste Ziel die Menschen mit ausreichender und wertvoller Ernährung gesund zu erhalten, so dienen heute möglichst viele Kranke dazu, unserer Gesundheitsindustrie die Umsätze zu erhalten. Ist das wirklich schlau?

Mit Zucker vollgestopfte Kinder werden mit Medikamenten behandelt, aber den Getränkeautomaten, gefüllt mit Cola und Co, stellt man ohne nachzudenken in der Schulkantine auf. Spanische Pestizid-Paradeiser, die man eigentlich als Sondermüll deklarieren und entsprechend entsorgen müsste, landen bei uns am Gemüseteller. Ein paar Allergiker mehr, was soll´s! Dieselben Firmen, die diesen Mist zuerst auf die Felder und dann auf unsere Teller bringen, haben oft ja auch noch einen anderen Geschäftszweig. Pharmaforschungsabteilungen, die uns wieder gesund machen sollen...wie schön!

Im Grunde genommen sind wir Apotheker ebenfalls Teil dieses Systems und wenn Sie wollen auch Mitprofiteure dieser Fehlentwicklung. Ich für meinen Teil habe aber aus gänzlich anderen Motiven Pharmazie studiert (Und ich denke das gilt auch für viele meiner Kollegen und Kolleginnen)! In den letzten Jahren haben wir in der Marienapotheke das Sortiment an „gesunden Produkten“ massiv erweitert und gleichzeitig viele Lieferanten, die zu uns und unseren Wertvorstellungen von guten Produkten nicht mehr passen, rigoros ausgelistet. Wir haben mit „Human Balance“ ein umfassendes Fortbildungsprogramm entwickelt und umgesetzt. Es soll genau dort ansetzen, wo es am wichtigsten ist – bei der Prävention. Sie können uns und unser gesamtes Wissen jederzeit nutzen.Ihre Gesundheit zu erhalten und Sie nicht „nur“ gesund machen ist ein Paradigmenwechsel, unser Beitrag als Apotheke gegen den globalen Wahnsinn und für mich persönlich ein Grund Stolz auf meinen Berufsstand zu sein. Weder Sie noch ich werden das System grundsätzlich ändern können. Aber wir können uns ändern. Wir können unsere persönlichen Einstellungen und Vorstellungen vom guten Lebensmittel und seiner Herkunft ändern. Wir können unser Einkaufsverhalten ändern.

Gesunde Ernährung ist nicht viel teurer als schlechte Ernährung. Der Weg zum Bauern ist bei uns kaum weiter als zum nächsten Diskonter. Zeigen wir unseren Kindern, dass wir mehr drauf haben als Plastikwurst in der Einkaufstasche.  Achtsamkeit und Respekt für die Umwelt sollte ein Wert für uns alle sein,                                            

                   meint herzlichst Ihr Thomas Job

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