Malaria ist eine der gefährlichsten parasitären Erkrankungen für den Menschen. Es führt zur Zerstörung der roten Blutkörperchen und wird durch infizierte Stechmücken übertragen.
Alle Malariaerreger - Plasmodium falciparum, vivax, ovale oder malariae - verbreiten sich nach dem Stich über den Blutweg. Sie gelangen auch in die Leber. Dort vermehren sie sich und befallen anschließend die roten Blutkörperchen. Durch die Vermehrung in den roten Blutkörperchen werden diese in gleichmäßigen Abständen zerstört. Schließlich kommt es zu einer lebensbedrohenden Sauerstoffunterversorgung des Körpers.
Symptome treten 10 Tage bis 6 Wochen nach dem Stich auf. Wurden zum Zeitpunkt der Infektion vorbeugende Medikamente eingenommen, bricht die Krankheit erst nach Monaten oder Jahren aus. Die vorbeugenden Medikamente verhindern die Infektion nicht, sondern nur das Auftreten von klinischen Symptomen.
Malaria ist eine der häufigsten Krankheiten der Welt
Pro Jahr sterben weltweit mehrere Millionen Menschen an Malaria. Schon aus diesem Grund wird seit langer Zeit an einem Impfstoff gegen Malaria geforscht – bislang ohne einen Impfstoff marktreif zu machen.
Effektive Malariagegenmaßnahmen gibt es nur zwei:
- die Mücke am Stich zu hindern oder
- durch Einnahme von Medikamenten den Ausbruch der Malaria zu verhindern.
Übertragung:
Die Malariaerreger - Plasmodium falciparum, vivax, ovale oder malariae – werden durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles zumeist in der Abend- und Morgendämmerung und in der Nacht übertragen.
Die nicht infizierten Mücken infizieren sich beim Stechen infizierter Menschen und übertragen dann die Krankheit auf andere Menschen.
Anzeichen:
Bei der Malaria gibt es einige Verlaufsformen, von sehr mild bis tödlich ist alles möglich. Das gemeinsame Symptom aller Malariaerkrankungen ist hohes, meist in regelmäßigen Abständen auftretendes Fieber. Welche Art der Malaria man bekommt, ist abhängig vom Malaria-Erreger. Im Anfangsstadium kann man eine Malaria-Infektion leicht mit vielen anderen Infektionen verwechseln.
Malaria tertiana und quartana
Leichtere Formen, wie z.B. Malaria tertiana (man hat jeden 3.Tag einen Fieberschub) oder quartana, verursacht durch die Erreger Plasmodium vivax, ovale oder malariae, zeigen die bekannten Fieberschübe. Die Infektion endet fast immer gut.
Malaria tropica
Die am meisten gefürchtete Form der Malaria ist die so genannte Malaria tropica, verursacht durch den Erreger Plasmodium falciparum.
Neben dem hohen Fieber, kann es zu Durchfall kommen. Bei Malaria tropica werden im Körper so viele rote Blutkörperchen zerstört, dass es in verschiedenen Organen zu Sauerstoffmangelerscheinungen kommt. Je nachdem welche Organe (zumeist Niere, Gehirn und Leber) betroffen sind, sind die Symptome sehr unterschiedlich.
Die Malaria tropica stellt eine akut lebensbedrohende Krankheit dar. Der rasche Beginn der Therapie ist lebenswichtig. Wird sehr rasch, nicht mehr als 24 Stunden ab dem Beginn der Erkrankung, mit der Therapie begonnen, hat der Patient eine fast hundertprozentige Überlebenschance. Unbehandelt endet Malaria tropica für mindestens die Hälfte der Infizierten tödlich.
Wenn Sie nach einem Urlaub in einem Gebiet, in dem es Malaria gibt, zuhause Fieber bekommen, auch noch nach Monaten, gehen Sie unbedingt zum Arzt!!!
Vorbeugung:
Alles, was das Risiko von der Anopheles-Mücke gestochen zu werden herabsetzt
- Insektenschutzmittel
- Langeärmelige Hemden und Blusen, lange Hosen
- Imprägnierung der Kleidung mit insektenabwehrenden Mitteln
- Imprägniertes Moskitonetz
Man darf diese Maßnahmen nicht unterschätzen, es gibt Studien die belegen, dass allein durch Maßnahmen, die den Mückenstich verhindern, das Malariarisiko in einem hohen Prozentsatz, um die 90%, gesenkt wird.
Malaria-Vorsorge:
Es wird zwar auf diesem Gebiet sehr viel Forschung betrieben, trotzdem gibt es immer noch keinen Impfstoff gegen Malaria. Daher gibt es, neben den Maßnahmen die den Mückenstich verhindern sollen, nur die Möglichkeit nach der Infektion den Ausbruch der Malaria mit Medikamenten zu verhindern. Zu diesem Zweck werden verschiedene Medikamente – Lariam, Malarone, Paludrin, Resochin, Riamet, Vibramycin u.a. – eingesetzt.
ABER:
Die Malariaerreger werden durch den Kontakt mit diesen Mitteln immer weniger empfindlich, d.h. resistenter; deshalb wird es immer schwieriger, einen sicheren Schutz durch die vorbeugende Einnahme von Medikamenten zu erzielen; außerdem können alle diese Medikamente unangenehme Nebenwirkungen haben.
Die richtige Malariaprophylaxe für Ihre Reise richtet sich deshalb sehr stark nach dem Reisenden selbst, nach Art und Ziel der Reise. Sie ist in vielen Fällen eine reine Risiko/Nutzen-Abwägung.
„Stand by“ - Prophylaxe
Neben der dauernden Einnahme der Malariamedikamente gibt es auch noch die so genannte „stand by“-Prophylaxe. Das heißt man nimmt ein Malariamedikament zwar auf die Reise mit, aber nicht dauernd ein. Erst wenn bestimmte Symptome während der Reise auftreten (man ist schon einige Zeit am Reiseziel, es tritt Fieber mit unklarer Ursache auf ..) nimmt man eine vorbestimmte Dosis des mitgenommenen Malariamedikamentes ein.
Da es für die medikamentöse Malariavorsorge sehr viele verschiedene Arten und Einnahmevorschriften gibt, wird sich die, für Sie und Ihre Reise optimale Malariavorsorge, am besten in einem Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker ermitteln lassen. Wir drucken Ihnen dann einen genauen Einnahmeplan für Ihre optimale Malariavorsorge aus.