Tetanus, Wundstarrkrampf, wird durch Clostridium tetani–Bakterien hervorgerufen. Sie kommen überall im Erdboden und im Staub vor. Von diesen Bakterien produzierte Gifte beeinträchtigen die Nerven und führen zu schweren Krämpfen. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft. In Österreich gibt es im Durchschnitt 5 Fälle pro Jahr.
Übertragung:
bei Verletzungen gelangen die Bakterien mit der Erde und dem Staub in die Wunden
Anzeichen:
- Kopfschmerzen
- Reizbarkeit
- Abgeschlagenheit
- Kreislaufprobleme
- starke, zum Teil schmerzhafte Krämpfe der Muskeln in Kiefer, Zunge, Nacken, Rücken und Bauch
- wenn schließlich die Muskulatur von Hals und Brustkorb durch die Krämpfe beeinträchtigt wird, besteht Erstickungsgefahr
Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft und endet trotz moderner Behandlungsmethoden in 20 bis 30 % der Fälle tödlich.
Vorbeugung:
gründliche Reinigung und Desinfektion jeder Wunde - auch der kleinsten
Impfung:
Die Grundimmunisierung besteht aus drei Injektionen und erfolgt in Österreich im Säuglingsalter.
Wenn man irgendwann im Leben eine komplette Grundimmunisierung gemacht hat, kann man den Impfschutz lebenslang mit einer einzigen Injektion auffrischen.
Die Tetanusimpfung sollte immer in Kombination mit der Diphtherieimpfung erfolgen. Im Säuglingsalter stehen noch zahlreiche Kombinationsimpfstoffe mit diversen anderen Komponenten zur Verfügung.
Wenn die Injektion nicht streng in den Muskel gegeben wird, ist mit Reaktionen an der Stichstelle zu rechnen: Rötung, leichte Schwellung, Druckschmerz und Juckreiz.
Falls Sie sich verletzen und Sie wissen das Datum ihrer letzten Tetanusimpfung nicht, wird zum Schutz zumeist gleichzeitig das Immunglobulin (Antikörper) gespritzt.
Schutzdauer:
Die Tetanusimpfung schützt bis zu 10 Jahren.