Denguefieber ist eine Viruserkrankung. Das Virus ist eng verwandt mit dem FSME,
Gelbfieber und
Japan-C-Encephalitis.
Dengue-Fieber kommt in vielen tropischen und subtropischen Teilen der Welt vor. Es ist schon in über 100 Ländern in Afrika, Amerika, Südostasien und im Pazifik anzutreffen.
Übertragung:
durch tagaktive Stechmücken
Anzeichen:
Es gibt verschiedene Verlaufsformen
Das klassische Denguefieber:
Es beginnt abrupt mit hohem Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, typischerweise auch Augenschmerzen und dann mit Kreuzschmerzen. Ein großer Teil der Patienten bekommt nach ein bis zwei Tagen einen masernähnlichen Ausschlag, der nach weiteren ein bis zwei Tagen wieder verschwindet. Im Regelfall klingen die Symptome nach 5-7 Tagen ab. In manchen Fällen kann es nach erster Abfieberung erneut zu Fieber, verbunden mit extremen Muskel- und Gelenkschmerzen und neuerlichem Hautausschlag kommen. Danach erholt sich der Patient ohne Restschäden davonzutragen.
Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF) und Dengue-Schock-Syndrom (DSS):
Diese besonders schwere Formen kommen bei erstmaliger Infektion mit dem Virus selten vor, lediglich bei kleinen Kindern und bei sehr alten Personen sind Fälle beobachtet worden.
Diese Degueformen sind vielmehr typische Zweiterkrankungen mit einem anderen Dengue-Virustyp. Übersteht man eine erste Infektion, so entwickelt der Organismus eine solide Immunität gegen den jeweils auslösenden Virustyp. Diese Abwehrstoffe sind aber nicht in der Lage, die anderen Degue-Virustypen im Fall einer zweiten Infektion mit einem anderen Typ auch zu eliminieren. Es kommt im Gegenteil zu einem fatalen Irrtum unseres Immunsystems: Die gegen den ursprünglichen Typ gerichteten Antikörper besetzen das neue Virus, können es aber nicht umbringen. Die Besatzung verhindert aber, dass unser Immunsystem sofort erkennt, dass ein neues Virus da ist -> das Virus ist "maskiert" und kann sich besser vermehren, was zu einem schweren Krankheitsverlauf mit Blutungsneigung und Gefäßschäden führen kann. Tödliche Ausgänge bei diesen Formen sind etwa 100 mal häufiger als bei klassischem Dengue-Fieber.
Es gibt keine Behandlung gegen Dengue-Fieber-Typen und auch keine Impfstoffe.
Vorbeugung:
Man kann einem Dengue-Fieber nur dadurch vorbeugen, indem man sich nicht von den übertragenden Mücken stechen lässt. Diese Mücken sind tagaktiv, also auch tagsüber Repellents und Kleidung zur Schutz verwenden.
Dengue-Fieber ist heute unter touristisch Reisenden bereits häufiger als Malaria. Obwohl die Erkrankung selten lebensgefährilich ist, sollte man alles tun, um nicht infiziert zu werden. Wenn man eine Dengue-Fieber überstanden hat, so sind alle Länder, in denen andere Dengue-Virustypen vorkommen und womöglich gerade ein Ausbruch stattfindet, für die Zukunft als Reiseziele verboten: Wie oben beschrieben, ist eine zweite Infektion schwerwiegend und kann tödlich enden.
Wenn man eine Dengueinfektion bekommt, darf man zur Fiebersenkung während der akuten Krankheitsphase nie Salicylate (wie Aspirin) verwenden: Salicylate können einen Blutungsneigung Vorschub leisten und den Krankheitsverlauf dadurch negativ beeinflussen.