Typhus ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch Salmonella typhi-Bakterien hervorgerufen wird. Typhus gibt´s überall dort, wo hygienische Standards schlecht sind. Hauptverbreitungsgebiete sind Nordafrika, Indien, Nepal, Peru und Indonesien.
Wie bei allen Nahrungsmittelinfektionen ist zu berücksichtigen, dass sogar die optisch schönsten Hotels keine Garantie für die Hygiene in der Küche und die persönliche Hygiene des Küchenpersonals geben können.
Übertragung:
Eine Übertragung kann durch verunreinigtes Wasser oder verseuchte Nahrungsmittel (vor allem rohes Fleisch, Milchprodukte, Eier, Salate, Fisch und Meeresfrüchte), durch Schmierinfektion, aber auch durch Insekten erfolgen
Anzeichen:
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Mattigkeit, Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- am Beginn der Erkrankung Verstopfung, erst später kann es zu Durchfall kommen
- wochenlang hohes Fieber (bis 40-41°C) mit Schüttelfrost
- eventuell Nasenbluten
- der Puls ist niedrig und flach
- die Erkrankten sind oft auch in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt und benommen
Vorbeugung:
- vor dem Essen die Hände gründlich mit Seife waschen
- Trinkwasser, auch zum Zähneputzen, sollte abgekocht werden
- trinken Sie nur in Flaschen abgefüllte Getränke ohne Eiswürfel
- essen Sie nichts, was nicht gekocht, geschält oder gegrillt wurde
- weil Typhussalmonellen empfindlich gegen Säuren sind, ist es empfehlenswert die Säureproduktion des Magens z. B. durch säurehaltige Limonaden zu unterstützen
Impfung:
- Die Schluckimpfung mit Kapseln: Dabei werden 3 Kapseln mit jeweils einem Tag Abstand eine Stunde vor dem Essen eingenommen. Als Nebenwirkung tritt selten und immer nur kurzzeitig weicher Stuhl auf. Die Schluckimpfung schützt ab dem 7.Tag nach Einnahme der letzten Kapsel.
- Die einmalige Injektion eines Typhusimpfstoffes: Als Nebenwirkung können milde Lokalreaktionen (Schmerz, Rötung) an der Impfstelle auftreten, selten auch fieberhafte Reaktionen. Die Typhusstichimpfung schützt Sie nach einer Woche.
Schutzdauer:
Beide Impfarten geben Schutz für 3 Jahre und sollten dann wieder aufgefrischt werden. Die Schutzrate ist bei der Injektion jedoch höher.